Hamburger Abendblatt

Die Hamburger Künstlerin Sylvia Goebel sorgt mit ihren Bildern, ob nicht
gegenständliche oder figurative, seit vielen Jahren für Aufsehen. 1952 in
Köln geboren, hat sie bereits in renommierten Galerien in London, Basel
Stockholm sowie natürlich auch in Hamburg regelmäßig ausgestellt. In der
Tradition des abstrakten Expressionismus stehend, arbeitet Sylvia Goebel
zu einem großen Teil mit dem auftragen und Abschaben von Farbschichten,
schafft vor allem auf ihren großen Leinwandwerken ein unbestimmtes Ambiente
von verborgenen Bedeutungen, von Tiefe und Intensität, dann wieder von lichter
Weite.

Etwa 40 ihrer Arbeiten sind zurzeit in den Räumen der Anwaltskanzlei
Graf von Westphalen, Bappert, und Modest zu sehen. Hier zeigt sich das
beeindruckende Oeuvre einer Künstlerin, die längst auch von Kunstsammlern
entdeckt wurde. Abhängig vom Format zahlen Sammler etwa 800-4000 Euro für
Originale. Drucke sind bereits zum Preis von 180 Euro zu haben und auch über
die Webseite der Künstlerin erhältlich.


Hamburger Morgenpost

Mit den Arbeiten der in Hamburg lebenden Künstlerin Sylvia Goebel, startet
die Poster Galerie in der Filiale im Stilwerk, Große Elbstraße 68, ihre erste
Vernissage, die auch live im Internet verfolgt werden kann. Die virtuellen Besucher
der Vernissage nehmen gleichzeitig an einer Verlosung teil. Die Ausstellung wird
bis zum 14. November zu sehen sein. Vorgestellt werden 24 abstrakte und figürlich-
abstrakte Leinwandarbeiten sowie 30 Papierarbeiten von Sylvia Goebel.

Übrigens: Da die Arbeiten der Malerin das Kunstverständnis der Gegenwart
präsentieren, gehören sie zu den begehrten Objekten der Kunstsammlung großer
deutscher Firmen.


Westdeutsche Zeitung

Die Kölner Malerin Sylvia Goebel zeigt während der nächsten Wochen in der Galerie der Kunstfabrik ihre ungewöhnlichen farbkräftigen Bilder. Als Wechselspiel von "Inszenierungen und Zufall" beschreibt die Künstlerin Sylvia Goebel den Entstehungsprozess Ihrer Bilder. Die Kölner Malerin, die in Hamburg lebt und arbeitet, zeigt eine Reihe Ihrer großformatigen Bilder in der Galerie der Kunstfabrik. Selten strahlt der Raum so eine warme, lebendige Atmosphäre aus, wie bei der Eröffnung am Sonntag. Intensive Farbigkeit - Schemenhafter Umriss- Das bewirken die Bilder von Sylvia Goebel die den Betrachter sofort ansprechen. Warme Rot-, Gelb- und Ockertöne finden sich immer wieder aber auch kühles Leuchtenes Blau. Die Farbe dominiert die Form, welche nur ansatzweise in schemenhaft geometrischen Gebilden zu erkennen ist, die sich in den Farbflächen auflösen. In einigen ganz neuen Arbeiten ist die Menschliche Figur zu finden, welche die Künstlerin zunehmend als spannendes Thema für sich entdeckt.


Junge Kunst

Von "inneren Landschaften" Spricht die Hamburger Malerin Sylvia Goebel bezüglich der Landschaftsfragmente, die der Betrachter in ihren poesievollen Pastellen oder auch in den eher abstrakten Acrylbildern auszumachen glaubt. Äußere Landschaften haben sich, geprägt von Stimmungen und Empfindungen, zu Innenbildern verwandelt.

Schritt für Schritt hat sich die Künstlerin im Laufe der Jahre von anfänglich gegenständlicher Malerei gelöst, um schließlich in ihren Bildern eine individuelle Wirklichkeit zu dokumentieren. Ein Prozess, der sich nicht von heute auf morgen vollzog, sondern Jahre voller Suche, Herausforderungen und auch Spannungen in Anspruch nahm.

In besonderen Maße wurde die gebürtige Kölnerin durch ihren mehrjährigen Aufenthalt in Israel geprägt. Nach Studienaufenthalten in Cambridge und Lausanne zu Beginn der siebziger Jahre lebte und arbeitet Sylvia Goebel von 1974 bis 1977 in Israel im Kibbuz. Neben ihrer täglichen Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich erhielt sie eine künstlerische Ausbildung in verschiedenen Ateliers des Landes. Die Ergebnisse dieser experimentellen Schaffensphase wurden in einer Gemeinschaftsausstellung im israelischen Haifa präsentiert. Die Erfahrung und Erlebnisse in Israel wirken noch heute in ihren Bildern in Form von thematischen Verknüpfungen und Assoziationen nach. Im Anschluss an ihre Rückkehr nach Deutschland setzte die Künstlerin ihre Studien als Schülerin von U. Maria Piening fort und lebt seit 1986 als freischaffende Malerin in Hamburg. In der Auflösung und der Zerstörung sieht Sylvia Goebel „eine Chance zum konstruktiven Neubeginn“. Sie betrachtet „Auflösen und Neubilden“ als „übereinander liegende Schichten wie Gestein oder Zwiebel“. Diese Struktur möchte sie freilegen und in ihren Bildern zum Ausdruck bringen.


Hinz und Kunz

Die Hamburger Malerin Sylvia Goebel
Ob in Israel, Russland, Italien oder Schweden: Sylvia Goebels Werke kommen auch im Ausland an. Längst ist die Wahl-Hamburgerin keine unbekannte Größe mehr auf dem internationalen Kunstmarkt. Ab Mitte Oktober sind die Bilder der 47-Jährigen Künstlerin in einer Ausstellung zu sehen.

"Ich kann meine Bilder nicht einfach so verkaufen", sagt Sylvia Goebel. "Schließlich ist es jedes Mal so, als wäre es ein Stück von mir, das ich weggebe." Die Malerin hat ein Problem, das vermutlich alle Künstler kennen und worum sie doch manche beneiden: Seit sechs, sieben Jahren verkaufen sich ihre Bilder gut. "Ich gucke aber immer: Was macht der Betrachter mit meinem Bild, und was macht es mit ihm."

"Und weil die Malerin sich "nicht wie ein Schriftsteller mein erstes Buch hinlegen! kann, sagt sie "Manche Bilder werde ich nie verkaufen."Wohnen, Leben und Arbeiten von Sylvia Goebel scheinen eins zu sein. In ihrer Winterhuder Altbauwohnung mit Blick auf eine Vorgarten-Oase gehen Atelier und Wohnzimmer ineinander über. Das Atelier bildet den räumlichen Mittelpunkt im Leben der Malerin: Hier empfängt sie Freunde und Besucher, hier arbeitet sie täglich viele Stunden lang. Ihre beiden Söhne sind meist mit dabei, begleiten und kommentieren ihre Schaffungsprozesse. "Die Nähe zu meinen Kindern, ihre Teilnahme, auch ihre Kritik bedeuten mir unendlich viel", meint die 47-Jährige. Wir bereichern uns gegenseitig, meine Kinder und ich. "Sylvia Goebels Malerei spricht den Betrachter unmittelbar an. Keines ihrer Werke lässt kalt, egal welche Gefühle es hervorruft. Ihre Kunst lebt von und aus der Farbe: viel Rot und Blau, Gelb, Ockertöne und manchmal ein kaltes Grauweiß. Aus der Gegensätzlichkeit warmer und kalter Farben entfalten sich lebendige Bilder, entstehen Kontraste, die Raum lassen für eigene Assoziationen."Ich möchte, dass der Betrachter seine eigenen Gedanken und Gefühle entwickelt beim Ansehen. Auch wenn ich manchmal völlig irritiert bin, was andere so alles in meinen Bildern sehen. "1952 in Köln geboren, verlässt Sylvia Goebel nach Studienaufenthalten ins England und der Schweiz mir 22 Jahren Deutschland. Sie wandert aus und beginnt in einem israelischen Kibbuz ein neues und ganz anderes Leben. "Sechs Stunden am Tag Orangenpflücken, dass bedeutete für mich Freiheit vom Denken. Ich brauchte meinen Kopf nicht zu benutzen und konnte die Gedanken baumeln lassen. Die landwirtschaftliche Arbeit fand ich total schön. Nachmittags hatte ich dann Zeit zum Malen. Eine Superkombination."Drei Jahre verbringt sie in Kibbuz, das Leben dort prägt sie nachhaltig. "Da gibt es dieses enge Miteinander: Man fährt morgens gemeinsam auf die Plantage, jedes noch so winzige Talent wird gefördert, und jeder weiß alles über jeden. Da gibt es kein abgehobenes Dasein, ich habe da gearbeitet und eine solide künstlerische Ausbildung bekommen. das war eine Einheit - kein Gegensatz.

"Die Pflückerei an sich ist ein einsames Arbeiten. Doch Sylvia Goebel sensibilisiert sich für Gerüche, für Wärme, für Geräusche der Natur. Etwas, was sich in ihrer Malerei, in den satten warmen und durchglühten Farben ihrer Bilder wiederspiegelt. Anfangs hat Sylvia Goebel gegenständlich gemalt. Dann bewegt sich die Künstlerin Schritt für Schritt hin zur Abstraktion. Immer entstehen ihre Bilder zunächst intuitiv: Im ersten Arbeitsschritt trägt sie Farbschicht um Farbschicht auf, teils die puren Pigmente. Dann erst schaltet sie den Kopf ein. "Ich arbeite verschwenderisch mit Farbe", sagt die Malerin. Auch weil sie manche Schicht wieder abkratzt, zerstört und neu aufbaut. Doch so schafft sie Farbräume, die trotz aller Abstraktion eine dreidimensionale Tiefe entwickeln. In den vergangenen Jahren wächst Sylvia Goebels Interesse an Menschen, ihrem Gegeneinander und Miteinander. Die räumliche Tiefe der Werke entsteht nun nicht durch die Vielzahl der Farbschichten, sondern auch durch die Anordnung der gesichtslosen Figuren, ihrer Schemen im Raum. William Turners lichtdurchtränkten Bilder haben die Malerin nachhaltig beeinflusst. Spuren dieser Suche nach dem Licht in und hinter den Farbschichten, nach dem Licht in der Entstehung und in der Zerstörung finden sich in jedem von Sylvia Goebels Bildern. Auch wenn manchmal das Dunkle, das Verzweifelte und Einsame überwiegt. Das Licht taucht auf im Atmosphärischen und durch die Gegensätze von Hell und Dunkel. Brüche und Schatten sind gewollt. Nach Hamburg zieht sie wegen ihres Mannes. Doch die große Stadt muss sie erst lieben lernen, und mit der norddeutschen Mentalität hat sie heute noch ihre Probleme:"Hamburg ist eine kühle Stadt, aber eine Stadt, die trotz der Kühle Freiraum zulässt. Und Leere. Kühle ist ja gleichzeitig auch Leere. Und das brauche ich für meine Arbeit", sagt Sylvia Goebel. "Mit der Leere kann ich mich konzentrieren auf meine Arbeit, quasi alles freilegen, graben, da gibt es nichts Drumherum, was stört."(Iris Broderius)...